Die verschiedenen Fundamentarten fürs Gartenhaus - eine kurze Übersicht

Die verschiedenen Fundamentarten für Ihr Gartenhaus 

Wenn Sie sich ein Gartenhaus anschaffen, sollte sich als erstes über das richtige Fundament für das Gartenhaus Gedanken gemacht werden. Es hängt in vielen Fällen von der Größe des Gartenhauses ab, welches Fundament sich am besten für Sie eignet. Für kleine Gartenhäuser reicht es deshalb meistens schon aus, den Boden unter dem Gartenhaus einfach zu verdichten. Dies ist aber nicht in allen Fällen möglich und zudem müssen noch andere Faktoren in die Planung mit einbezogen werden, wie beispielsweise die Beschaffenheit des Baugrundes oder mögliche Strom- sowie Abwasserleitung, die zum Gartenhaus führen.

Darum werden im folgenden Artikel die verschiedenen Fundamentarten vorgestellt und auch anhand von spezifischen Beispielen Empfehlungen ausgesprochen.

Die Bodenplatte oder auch Plattenfundament

Das Plattenfundament ist eine sehr beliebte Fundamentart, vor allem bei großen und schweren Gartenhäusern, die auf einem instabilen Untergrund errichtet werden sollen beispielsweise Flächen in der Nähe von Seen oder einem Sumpf.

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Der Grund hierfür ist, dass dieses Fundament optimal auf Untergründen mit geringer Festigkeit verwendet werden kann. Aufgrund der relativ großen Fläche des Fundaments, im Vergleich zu anderen Fundamentarten, wird die Last des Gartenhauses so auf eine größere Fläche verteilt und bietet so optimale Standfestigkeit.

Allerdings ist bei dieser Variante mehr Material notwendig, da das komplette Fundament aus Beton besteht und so die Materialkosten höher sind im Vergleich zu den anderen Fundamentarten. Vor allem in unzugängliche Gärten kann es schwierig werden, den Beton an das gewünschte Ziel zu transportieren. Somit kann der Arbeits- als auch Materialaufwand als relativ hoch eingestuft werden. Auch eventuelle Leer- und Wasserrohre zur Versorgung des Gartenhauses sollten hier unbedingt bereits beim Gießen des Betons in die Planung integriert werden.

Das Streifenfundament

Das Streifenfundament besteht aus etwa 30 cm breiten Beton-"Streifen", die unter den tragenden Wänden des Gartenhauses verlaufen. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds kann zusätzlich noch eine etwa 10 cm dicke Bodenplatte installiert werden

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Dieses wird generell unter den tragenden Wänden eines Gartenhauses installiert, um die Last des Gartenhauses gleichmäßig zu verteilen. Generell lässt sich jedoch über diese Fundamentart sagen, dass diese sich optimal große und schwere Gartenhäuser auf einem stabilen Untergrund eignet. Zudem spart das Streifenfundament im Vergleich zum Plattenfundament sehr viel Beton und ist somit auch bezüglich der Materialkosten um einiges günstiger.

Nachdem die Position des Gartenhauses abgesteckt wurde, sollten Gräben mit einer Tiefe von 80 cm ausgehoben werden, damit das Fundament darin installiert werden kann. Ist der Erdboden hier nicht fest genug, sollte außerdem eine Verschalung installiert werden, um zu verhindern, dass die gerade ausgehobenen Gruben wieder in sich zusammenfallen.

Der positive Aspekt im Vergleich zum Plattenfundament ist, dass hier nicht die komplette Fläche des Gartenhauses ausgehoben werden muss.

Das Punktfundament

Im Vergleich zu den vorherig genannten Fundamentarten ist das Punktfundament mit dem geringsten Arbeitsaufwand sowie Materialkosten verbunden. Hierbei ist jedoch die Planung sowie die Präzision der Ausführung extrem wichtig, da schon kleine Fehler in den Planung die Statik des Gartenhauses negativ beeinflussen können.

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Im Gegensatz zu den vorherigen Fundamenten besteht das Punktfundament aus mehreren Einzelfundamenten, welche meistens mit einem Abstand von circa einem Meter voneinander errichtet werden. Da die Fundamente nicht verbunden sind und somit unabhängig voneinander platziert werden, empfiehlt es sich ein Punktfundament nur auf einem stabilen und ebenen Boden zu verwenden. Bei einem Boden mit unterschiedlicher Festigkeit ist ein sehr hohes Risiko gegeben, dass sich das Fundament mit der Zeit verschiebt und somit Stabilität verliert.

Bei diesem Fundament sollten also circa 80 cm tiefe Löcher im Boden ausgehoben werden, in welche die Fundamente dann eingelassen werden. Es empfiehlt sich außerdem eine Sand- oder Kiesschicht sowie ein Unkrautvlies, um Wildwuchs entgegenzuwirken.

 

Hier noch einmal alle Fundamentarten im Überblick:

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